How to host your own Podcast

Was Podcasts sind, muss man wahrscheinlich 2021 niemanden mehr erklären. Aber weißt du, obwohl du viele Podcast kennst, wie sie verbreitet werden, was es für Möglichkeiten gibt, sie selbst zu verbreiten, was ein RSS-Feed ist oder dass man Podcasts nicht direkt auf Spotify hochladen kann?

Vielleicht gibt es ja im folgenden Blogeintrag doch noch einiges Neues und Interessantes zu erfahren.

Wie alles begann...

Im Oktober 2000 hatte der amerikanische Autor Tristan Lous, die Idee, Video- und Soundfiles über RSS-Feeds zu verteilen. RSS-Feeds sind Dateiformate, die Nutzer:innen Änderungen auf Webseiten anzeigen, sodass sie über Updates informiert werden. Umgesetzt wurde die Idee von Dave Winer, einem Software-Developer.

2004 entstand der Podcast „Daily source Code“. Die Show war dafür da, das Leben von ihren Host Adam Curry zu dokumentieren, Diskussionen über Podcasts zu halten und neue Podcasts zu promoten. Dies inspirierte Hörer:innen, mit eigenen Projekten in dieser Art anzufangen und den Code für Podcasts zu verbessern. 2005 veröffentlichte Apple iTunes, was eine einfachere Möglichkeit war, Podcasts zu hören, ohne verschiedene Programme zu nutzen, um die Audiodateien über den RSS-Feed herunterzuladen und dann an das mobile Endgerät zu übertragen. 2006 existierten in Deutschland schon 1.300 Podcasts. Radiosender wie der BBC fingen an, ihre Radioshows als Podcasts zu veröffentlichen.

Im Februar 2019 übernahm Spotify die Plattformen Gimlet Media und Anchor und integriert sie in ihre Dienste. 2019 fing dann auch die Höreranzahl schneller zu wachsen woran die Corona Kriese ab 2020 auch ihren Einfluss hat . Ende 2020 überholte dann Spotify „ Apple Podcast“ (früher ITunes) und wurde damit zur beliebtesten Podcast-Plattform.

Heute gibt es in Deutschland ca. 17 Millionen Podcast-Hörer:innen und c.a. 500.000 aktive Podcasts.

Arten von Podcast:

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Der Interview Podcast ist einer der bekanntesten Podcasts. Die Host:in interviewt ihre Gäste meistens zu fachlichen Themen oder Erfahrungen. Beispiele sind „Hotel Matze“ oder „Gute Deutsche“ oder unser eigener Podcast Vorlautes Mundwerk

Solo Podcast sind Podcasts, wo nur eine Person spricht, meistens eine Expert:in über ein bestimmtes Thema z.B. „Solo Manolo“.

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Host-Podcast, auch Laber-Podcast genannt, sind Podcasts, in den sich meist 2 Personen treffen und über bestimmte Themen reden, manchmal über den Alltag, manchmal werden Lebensgeschichten geteilt oder zwei spezifische Expert:innen unterhalten sich über verschiedene Teile ihres Feldes. Beispiele sind „fest und flauschig“ oder „Podcast ohne richtigen Namen“.

Solo Storytelling Podcasts sind wahre Geschichten, dokumentarisch aufgearbeitet. Diese Art von Podcasts ist sehr aufwendig und brauchen Erfahrung im Storytelling und im Erzählen von komplexen Geschichten. Beispiele sind Podcasts wie „Serial“ oder „Mordlust“.

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Ein Fiction Podcast ist ein Podcast, der ähnlich wie Serien in Episoden eine fiktive Geschichte erzählt, wie schon der Name verrät. Die Story wird mit Stimmen, Sounds und Musik untermalt wird. Beispiele sind hier: „Susi“ oder „Das allerletzte Interview“.

Alle diese Podcast-Arten können Nutzer:innen über die verschiedenen Plattformen hören. Die Frage ist jedoch: Wie kommt ein Podcast eigentlich über die Plattform zu dir?

Muss man eigentlich „fremdhosten“?

Wer im Internet nach Tipps zum Veröffentlichen des eigenen Podcasts sucht, wird von Angeboten von Hosting-Diensten regelrecht überschüttet. Gegen Gebühr kümmern sich die Hosting-Dienste um die Veröffentlichung deines Podcasts.

Warum aber muss man überhaupt seinen Podcast hosten oder hosten lassen? Podcast werden nicht auf den Streaming-Plattformen hochgeladen. Podcasts-Dateien liegen auf externen Webseiten. Die Podcast-Plattformen müssen nur wissen, ob es einen neuen Podcast gibt und das fragen sie die RSS-Feed. Damit dein Podcast aber überhaupt gehört werden kann, musst du also den Link zum Feed erstmal an Podcast-Plattformen verteilen.

Der wichtigste Unterschied der verschiedenen Hosting-Möglichkeiten ist, ob du den Code für den RSS-Feed selber generieren bzw. schreiben willst oder ob es Programme für dich übernehmen.

Was auch wichtig ist zu beachten, ist das bestimmte Kriterien für den RSS-Feed des Podcasts von Apple in einer Konvention festgelegt wurden. Auch wenn Apple heute nicht mehr Marktführer ist, halten sich die anderen Plattformen immer noch an die Konvention der ehemaligen Podcast-Supermacht.

Wenn du deinen Podcast auf einer externen Webseite hochgeladen hast und den RSS-Feed verlinkt hast, gibt es noch einen entscheidenden Schritt, den du machen solltest, bevor du deinen Link an die Plattformen verteilst: Überprüfe deinen Feed, um Fehler im Code des Feeds zu vermeiden.

Vergleich zwischen Hosting-Möglichkeiten

Die meisten Fremdhosting Dienste sind einfach zu bedienen, kosten von 5 bis 12 € im Monat und übernehmen Aufgaben, wie das Schreiben des RSS-Feed oder das Verteilen an die Plattformen. Sie machen dir also das Leben gegen Geld einfacher. Eigenhoster können auf diesen Luxus verzichten und übernehmen die Arbeit selber und sparen dadurch Geld. Wenn man einen Server zur Verfügung hat, ist diese Methode praktisch, außerdem ist man im Thema Datenschutz selbständig und sicher. Als Kosten treten maximal die Serverkosten und der Preis für deine Arbeitszeit auf.

Podcasts mit GitHub hosten

GitHub ist ein kostenloser Dienst für Softwareentwicklungsprojekt. Auf GitHub kannst z.B. du kostenlos statische Webseiten hochladen. Eigenhoster:innen können hier ihre Audiodateien und RSS-Feeds hochladen. Falls dein Podcast beliebt ist, ist das aber leider keine Möglichkeit, da GitHub Limits hat, wie viel Bandweite pro Monat durchkommt. Was du brauchst um deinen Podcast über GitHub zu veröffentlichen: deine XML-Datei (den RSS-Feed), eine Cover-Art-Datei (achte darauf, dass das Cover die richtige Größe hat) und natürlich die Audio-Datei. Am besten wäre eine mp3-Datei, andere typische Audioformate gehen aber auch. Nun musst du nur einen Link zur XML-Datei herstellen und an Plattformen, wie oben erklärt, verteilen.

Podcast mit WordPress hosten

Als erstes musst du das Plugin Seriously Simple Podcasting installieren, danach gehst du in das WordPress-Dashboard und dann auf den Reiter „Podcast“ und klickst „add new“. Als letztes gibst du in den Einstellungen des Plugins unter „Feed Details“ Podcast Name, Cover und Kategorie ein. Dann wird der RSS-Feed generiert und du kannst den Link zum Feed an verschiedene Podcastplattformen verteilen oder du kannst deinen Podcast per integrierten Audio-Player auf deiner Website zur Verfügung stellen, wie auch wir es tun. Frage deinen Provider, wie viel Megabyte du pro Datei hochladen kannst, manchmal 128 MB, manchmal 256 MB, was halt die Serverkapazität hergibt.

Ein paar Sätze zum Schluss

Vielleicht hast du ja Lust bekommen, das Podcasten einmal auszuprobieren, vielleicht podcastest du schon und weißt jetzt, dass Fremdhosts nur eine Option sind. Wenn du noch Hilfe von uns brauchst oder deinen podcast mit uns teilen willst dann schreib uns über wissen@vorlautes.de.

Falls du dich noch weiter informieren willst, kann ich nur empfehlen in Englisch zu suchen, da man dort besser Erklärungen zum Selbsthosten findet. Natürlich gehört zum Podcast machen mehr als nur das Hosten dazu. Darüber, wie man Podcasts plant, vorbereitet, aufnimmt, bearbeitet … könnte man noch viele weitere Blogeinträge schreiben. Oder sogar ganze Podcasts zu dem Thema erstellen? Das machen wir heute nicht mehr. Falls du Bock darauf hast, weißt du jetzt zumindest, wie du beim Hosten vorgehen kannst.

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Dieser Beitrag ist eine Praktikumsarbeit und wurde während eines Schülerpraktikums selbstständig erstellt. Tolle Arbeit, finden wir!

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